
Jesca Hoop
Es war ein langer Weg, bis Jesca Hoop bei der Musik angekommen war. Aufgewachsen in einer mormonischen Familie in Kalifornien, brach sie mit sechzehn aus der streng gläubigen Gemeinschaft aus und lebte ein Jahr lang in der Einsamkeit der Wildnis. Sie nannte diesen radikalen Rückzug einen «Entgiftungsprozess von der Religion». In Arizona leitete sie ein Survival Camp für schwererziehbare Jugendliche. Schliesslich zog sie nach Los Angeles und kümmerte sich als Nanny um die Kinder von Tom Waits. Er war es, der ihr Talent als Musikerin erkannte und ihre Demo-Tapes an einen Verleger schickte. 2007 erschien ihr erstes Album. Man kann ihren zauberhaften Art-Folk in der Nähe von Kate Bush, Joanna Newsom oder Feist verorten, doch Hoop, die mit Peter Gabriel und Andrew Bird zusammenarbeitete, hat längst ein eigenes Universum erschaffen. Ihr grossartiges neues Album «Long Wave Home» ist mehr Kammermusik als Pop, vielschichtig, aufregend und voller Zupf- und Streichinstrumente. «Du bist nicht allein», singt sie im Titelstück. «Lange Wellen tragen dich bis nach Hause.» In der Ferne rauscht der Ozean, ein Funkturm sendet rätselhafte Signale.
Gina Pelosi
Gina Pelosi verwebt ihren federleichten Indi-Folk mit jazzigen Gitarrenriffs und hat eine Stimme, die von Flügeln getragen scheint. Gerade tüftelt sie an ihrem ersten Album, das 2027 erscheinen soll, Kostproben daraus wird sie uns an diesem Abend bereits zu Ohren lassen kommen.